Petition für mehr Bewegung an Österreichs Schulen
Aktuelle Studien zeigen alarmierende Ergebnisse, was die körperliche Fitness unserer Schüler anbelangt. Hauptgrund dafür ist, dass die Bewegungszeit unserer Kinder stetig weniger wird. Daher hat die SPORTUNION, gemeinsam mit ihren neun Landesverbanden, am 11. November folgende Petition beschlossen.
Petition für mehr Bewegung an Österreichs Schulen
Die zentralen Forderungen, dieser Petition lauten:
- drei Stunden Sport und Bewegung in den Schullehrplänen der 6 bis 14 jährigen Schülerinnen und Schüler als Mindestumfang gesetzlich zu verankern.
- die tägliche Bewegungseinheit in Kindergärten und Schulen einzuführen und diese durch eine gesetzlich gesicherte Einbindung des organisierten Sports im Rahmen der Ganztagesbetreuung sicherzustellen. In der Freizeitbetreuung müssen tägliche Bewegungseinheiten verpflichtend sein.
- die Nutzung der Sportstätteninfrastruktur an Schulen durch Institutionen der Zivilgesellschaft, wie z.B. Sportvereine, in unterrichtsfreien Zeiten zu ermöglichen und dies durch eine bundesweit einheitliche an den Selbstkosten orientierte Vorgangsweise aller Schulerhalter zu regeln.
zu 1.)
Der verpflichtende Bewegungsunterricht in den Schulen hat einen signifikant
positiven Einfluss auf das Leistungsniveau der Kinder und Jugendlichen. Ein
Mindestumfang von 3 Stunden pro Woche Pflichtunterricht "Bewegung und Sport" hat die höchste Effizienz hinsichtlich Leistungsverbesserung und sollte daher für
Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen, auch für die älteren, angestrebt werden. Nur im verpflichtenden Unterrichtsfach können alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden (vgl. Getfifkid - Studie, OA Dr. Andrea Podolsky, 2001, S. 106).
zu 2.)
Durch den Ausbau der ganztägigen Schulen wird maßgeblich in die
Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen eingegriffen. Umso wichtiger ist es, die täglichen Bewegungseinheiten auch im Freizeitbereich der Ganztagesbetreuung durch qualifizierte Angebote des organisierten Sports gesetzlich zu ermöglichen. Dabei soll insbesondere schulnahen Sportvereinen eine nachhaltige Kooperation geboten werden.
zu 3.)
Zahlreiche Evaluierungen belegen, dass fehlende Infrastruktur oft den limitierenden Faktor bei der Einrichtung neuer Sport- und Bewegungsangebote darstellt. Die Öffnung und freie Nutzungsmöglichkeit dieser Infrastruktur würde das Bewegungsausmaß der gesamten Bevölkerung positiv beeinflussen. Gleichzeitig soll der Entwicklung der jüngeren Vergangenheit Einhalt geboten werden, dass die Tarife für die Nutzung von Schulsportflächen durch Sportvereine stark angestiegen sind. Die Übertragung der Bundesschulen an die Bundesimmobiliengesellschaft hat zu deutlich höheren Tarifen als bei Schulen unter Gemeindeverwaltung geführt. Es wird daher eine Tarifpolitik aller Schulerhalter auf Selbstkostenbasis gefordert.
Die Petition kann ab sofort von jedem direkt im Netz unterzeichnet werden.Notwendig dafür ist die Eingabe des vollen Namens, der E-Mail-Adresse sowie des Wohnorts. Voraussetzung sind die österreichische Staatsbürgerschaft sowie die Vollendung des 16. Lebensjahrs.
Links:
06.12.2011 09:48


