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Österreichische Empfehlung für gesundheitswirksame Bewegung

Die neuen Leitlinien für Bewegung sollen die Frage nach dem Maß an körperlicher Aktivität zu einer individuell gesundheitsfördernden Wirksamkeit beantworten. Ein durchaus ambitioniertes Ziel, dem sich die Arbeitsgruppe "Körperliche Aktivität/Bewegung/Sport" gestellt hat.

Möglichst viele Menschen sollen die Vorteile gesundheitswirksamer Bewegung für sich entdecken und so formulierte die Arbeitsgruppe, bestehend aus Experten der Österreichischen Gesellschaften  für Public Health, Sportwissenschaft, Sportmedizin und Prävention sowie BSO-Vertretern, neben altersspezifischen Empfehlungen auch Vorschläge hinsichtlich der Intensität von Bewegung und Sport. 

Ein Auszug aus den Richtlinien:

Für Erwachsene gelten 150 Minuten Bewegung mittlerer Intensität oder 75 Minuten mit hoher Intensität sowie zweimal muskelkräftigende Übungen pro Woche als empfehlenswert.

Kinder und Jugendliche sollten jeden Tag insgesamt mindestens 60 Minuten mit zumindest mittlerer Intensität körperlich aktiv sein, an mindestens drei Tagen der Woche muskelkräftigende und knochenstärkende Bewegungsformen durchführen und zusätzlich Aktivitäten auszuführen, die die Koordination verbessern und die Beweglichkeit erhalten.

Seit dem österreichischen Ernährungsbericht ist bekannt, dass heutige Jugendliche nicht mehr Kalorien zu sich nehmen als früher. Was sich jedoch geändert hat und als Grund für die Zunahme von Übergewicht eine nicht unbedeutende Rolle zu spielen scheint ist, dass sich das Bewegungsverhalten und die Einstellung zur Bewegung verändert hat. Es herrscht BEWEGUNGSARMUT.

Um wieder mehr Freude an Bewegung zu entwickeln bzw. diese grundsätzlich angeborene Eigenschaft nicht zu verlieren, planen Gesundheits- und Sportministerium als weiterführenden Schritt einen Nationalen Aktionsplan Bewegung.

Die zielgerichteten Aktivitäten der Ministerien können von Seiten der Dachverbände nur begrüßt werden. Natürlich werden die tausenden österreichischen Sportvereine in der Umsetzung der Maßnahmen eine wesentliche Rolle spielen. Als mit Abstand größter und bedeutendster Sportanbieter ist sich das Netzwerk der Vereine seiner gesellschaftspolitischen Aufgabe der gesundheitsorientierten Bewegungsförderung durchaus bewusst und man sieht den Gesprächen zur Entwicklung der Maßnahmen sehr positiv entgegen. 

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03.05.2010 09:18

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