[zum Inhaltsbereich springen (Accesskey 2)] [zum Bereich Angebot springen (Accesskey 3)] [zum Bereich Infos zum Sport springen (Accesskey 4)] [zum Bereich Service und Aktuelles springen (Accesskey 5)] [zur Standortbestimmung springen (Accesskey 6)] Link zur Startseite der Sportunion Wien

Navigationen und Einstellungen

ihr Standort auf der Webseite

Standort:   > Home.  > Vereinsmitteilung.  > Politik setzt organisierten Sport unter Druck.

zur Orientierung auf der Seite

Bereich rechte Infobox


Hauptbereich der Websiteinhalte

zurück

Politik setzt organisierten Sport unter Druck

Die Politik setzt den organisierten Sport immer mehr unter Druck. Sportplätze werden in Wien ersatzlos aufgelöst, Vereine werden aus den Schulturnsälen verdrängt und es findet eine Verstaatlichung der Sportförderung durch den eigenen Förderverein des Sportstadtrat, den "Sportpool Wien", statt. Die drei Dachverbände haben sich deshalb in einer gemeinsamen Verbandsstruktur zusammen getan, um gemeinsame sportpolitische Interessen besser vertreten zu können. Mit allen Sportvereinen zusammen, stellen wir nun eine riesige Organisation dar, die für die Interessen des organisierten Sports gemeinsam für euch kämpfen wird.

Sportplätze werden in Wien ersatzlos aufgelöst
Wien hat ein zahnloses "Sportstättenschutzgesetz". Dem Gesetz entsprechend kann eine Sportfläche nur dann aufgelöst werden, wenn sie durch die Schaffung einer neuen Fläche ersetzt wird. Die Genehmigung dazu erteilt die MA51 (Sportamt). Dazu muss der Landessportrat gehört werden und eine Stellungnahme abgeben. Im Landessportrat sind 13 stimmberechtigte Mitglieder (unter anderem je 2 Vertreter der 3 Dachverbände, 1 Vertreter des Fußballverbandes und 1 Vertreter der FV).
Diese können und sollen die MA51 und den zuständigen Sportstadtrat dazu beraten. Obwohl sich die drei Dachverbände gegen die Auflösung von drei Sportstätten im Gesamtausmaß von rund 19.000 qm ausgesprochen haben, werden die Flächen trotzdem ersatzlos aufgelöst.
Während wir für unsere Vereine um mehr und zusätzliche Sportstätten kämpfen, löst die Stadt ganz offiziell und ziemlich unbehelligt von der Öffentlichkeit, Sportstätten einfach ersatzlos auf.

Verdrängung aus den Schulturnsälen
Wie schon mehrfach angekündigt, gibt es in Wien einen steigenden Bedarf an Schulen mit ganztägigem Angebot. Die Sportvereine sollen in Zukunft offizielle Partner der Schulen im Rahmen des ganztägigen Angebotes werden.
Derzeit hat allerdings ein erster Verdrängungskampf um die Schulturnsäle begonnen. Vereine, die vor allem für Kinderturnen oft schon ab 14 Uhr den Turnsaal gemietet haben, müssen nun vollkommen raus aus den Schulturnsälen, wegen "Eigenbedarfs" der Schulen. Turnsäle stehen daher zunehmend erst ab 18 Uhr zur Verfügung.
Derzeit kann die schulische Nachmittagsbetreuung selbst kein qualifiziertes Turn- bzw. Sportangebot anbieten, weil die Betreuer und Erzieher dafür gar nicht qualifiziert sind.

Verstaatlichung der Sportförderung durch den Sportstadtrat
Ein in westlichen Demokratien wohl einzigartiges Phänomen ist derzeit in Wien zu bewundern. Der zuständige Sportstadtrat gründet einen Sportverein namens "Sportpool" und wird dort gleich selbst Präsident. Die weiteren Vorstandsmitglieder kommen aus der Wirtschaft oder aus dem Spitzensport und spielen Sponsoren und Gönner. Das Geld verteilt dann der Sportstadtrat an geeignete Sportler oder Vereine.
Unglaublich aber wahr. Der Sportstadtrat zapft somit die am freien Markt zu lukrierenden Sponsoren an, um dann großzügig, diese Gelder wieder selbst zu verteilen. So werden den Sportvereinen die wenigen aber potenten Sponsoren weggenommen (z.B. Ströck).
Ein klassischer Fall von Verstaatlichung des Sports.

Alle drei Ereignisse zeigen das sportpolitische Sittenbild einer Stadt.
Die drei Dachverbände werden sich daher gemeinsam, mit den Fachverbänden, mit geeigneten Maßnahmen dagegen wehren.
Mit allen Sportvereinen zusammen, stellen wir zusammen eine riesige Organisation dar, die rund 80% aller Wiener Sportangebote abdecken.
Auch wenn das Abziehen der Sportsponsoren vom freien Markt zuletzt nur in der DDR üblich war, werden wir auf diese Gelder nicht verzichten.
Damit wenigstens ein Teil der "verstaatlichten" Sponsorgelder doch den Vereinen zugutekommt, werden wir euch genau informieren, welche Anträge zu stellen sind.

29.06.2010 16:12

zurück